Teezubereitung

Für Grüntees mit optimaler Qualität

Für die Zubereitung von Tees existieren unterschiedliche Methoden. Das ultimative Kriterium ist aber, ob das Getränk denjenigen zufriedenstellt, der es zubereitet. Obwohl der Geschmack entscheidet, bieten die meisten Zubereitungsarten doch einige Gemeinsamkeiten, so dass ein Grundrezept herausdestilliert werden kann, aus dem sich dann die persönlichen Vorlieben entwickeln. Eine grosse Ausnahme existiert aber: Matcha - ein traditioneller, japanischer Tee - wird aus einem fein gemahlenen Pulver aufgebrüht, das anders gehandhabt werden muss. Für diesen grünen Tee finden Sie detaillierte Erklärungen in der Übersichtsseiten zu den Teevariationen.

Für grüne Tees mit optimaler Qualität sollte man teure, qualitativ bessere Teesorten und das reinste Wasser bevorzugen. Kommerzieller Tee in fertig abgefüllten Teebeuteln kann von schlechterer Qualität als lose Teeblätter sein. Da sich die Hitze in Kannen und Tassen nicht gleichmässig verteilt, und dann die optimale Brühtemperatur nicht überall vorherrschen würde, empfiehlt es sich, die Gefässe mit heissem Wasser vorzuwärmen, indem man sie vorsichtig ausspült. Nachdem die Teeblätter im Gefäss platziert sind, überdeckt man sie mit frisch zubereitetem, heissem Wasser, das etwa 65-75°C warm ist. Den Tee lässt man nun 2.5 - 3.5 Minuten ziehen. Falls das Wasser aufgekocht wurde, lässt man es zuerst abkühlen, bis die Zubereitungstemperatur für Grüntees erreicht wurde. Am besten empfiehlt sich der Einsatz eines Küchenthermometers! Temperaturen von über 75°C bewirken, dass Bitterstoffe wie Tannine  extrahiert werden, was die Qualität der zubereiteten Grüntees merklich mindert. Nach der empfohlenen Zubereitungsdauer sollten die Blätter aus dem Tee entfernt werden. Z.B. kann der Tee von den Blättern in einer Kanne in eine weitere Kanne abdekantiert werden.

Die Menge an Tee sollte pro Tasse 1.5 - 2 g betragen - des entspricht der Menge an Blättern, die in einen Teelöffel passt. Der Name des Utensils ist auf jeden Fall passend gewählt. Für jede Tasse Tee sollte ein Teelöffel Teeblätter in die Kanne gegeben werden. Nach Tradition des Hauses gibt man meist noch einen Extralöffel Teeblätter hinzu - sozusagen "für die Kanne". Je nach Schule erhält man den besten Tee nur aus frischen Blättern, die man nicht wiederverwenden sollte. Aber einige Teegeniesser brühen dieselben Blätter zwei- oder sogar fünf- oder sechsmal auf. Hierbei ändert sich der Geschmack des Tees über die einzelnen Schritte. Es gibt Teesorten, die den besten Geschmack sogar erst beim zweiten oder dritten Aufguss entwickeln!

Die traditionelle, chinesische Methode der Teezubereitung ist der obigen sehr ähnlich: Lose Teeblätter werden wie erwähnt aufgebrüht, und der fertige Tee dann von den Blättern in die Tassen abdekantiert. Allerdings stören sich einige Chinesen nicht an Blättern, die in ihrem Tee schwimmen... Eine praktische Methode, zu verhindern, dass Blätter in die Tassen mitgeschwemmt werden, ist der Einsatz von Teesieben. Einige dieser nützlichen Helfer sind für die Verwendung in Tassen ausgelegt, andere fassen eine grössere Menge Teeblätter und erlauben das Aufbrühen einer ganzen Kanne Tee:



Leere Teebeutel, die als "Teeblatthalter" 1903 von Roberta C. Lawson and Mary McLaren in den USA patentiert wurden, können natürlich zu Hause auch von Hand mit ganzen Teeblättern für die Zubereitung von Tees befüllt werden. Übrigens versendete ein Kaffeehändler in New York namens Thomas Sullivan 1908 Tees in kleinen, gewobenen Beuteln. Einige Kunden nahmen an, dass sie die Blätter gleich mitsamt des Beutels aufbrühen sollten, was damals gut funktionierte und es heute immer noch tut.